Deutsch

Konzerte Feindsender 2016/17 Würzburg

Unter der Schirmherrschaft von Josef Schuster,
Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland

Schon in den 1920er-Jahren erkoren die Nationalsozialisten den Jazz als Zielscheibe und bekämpften ihn mit massiver Polemik. Die große Popularität dieser in ihrer Spielweise Demokratie und Individualismus ausdrückende Musikrichtung galt als »entartete Musik« und nach der Machtergreifung 1933 ergingen Verbote gegen das »politische Kampfmittel der Juden«. Lange fristete die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Verfolgung des Jazz ein Schattendasein, welches die Konzertreihe »Feindsender« beenden möchte. Weitere Termine der Reihe Feindsender finden in Zusammenarbeit mit den dortigen Musikhochschulen in Nürnberg und München statt.

An die Konzertreihe gliedert sich ein Schulprojekt an: Die Musiker wiederholen die Konzerte begleitet von einem schülergerechten Vermittlungskonzept mit Workshop zum Thema an Schulen der umliegenden Region, um über die Musik einen Zugang zum Themenkomplex der Ausgrenzung aus ideologischen, gesellschaftlichen und religiösen Gründen zu finden. Das Schulprojekt dient damit der Prävention solcher Verhaltensmuster in der Gegenwart.

In Kooperation mit der Konzertgesellschaft München e.V. und der Europäischen Kulturstiftung EUROPAMUSICALE entsteht damit ein Beitrag wider das Vergessen, der an die Künstler erinnert, die während des Nationalsozialismus verfolgt, verfemt und ermordet wurden.

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Grußwort Schirmherr Josef Schuster