Mondnacht

So, 19.11.2017
Allerheiligen-Hofkirche der Residenz München, 11:00 Uhr

Julian Steckel (c) Giorgia Bertazzi
Julian Steckel (c) Giorgia Bertazzi

Lena Neudauer Violine
Julian Steckel Violoncello

und Meisterschüler der Hochschule für Musik & Theater München

Wolfgang A. Mozart (1756-1791)
Streichquartett C-Dur KV 465Dissonanzenquartett“
Maurice Ravel (1875-1937)
Sonate für Violine und Violoncello
Arnold Schönberg (1874-1951)
Streichsextett op. 4 „Verklärte Nacht“
(nach einem Gedicht von Richard Dehmel)

 

Das Streichquartett C-Dur KV 465 „Dissonanzenquartett“ ist ein Höhepunkt in Mozarts C-Dur Kompositionen, welches im Winter 1784/85 entstand. Es changiert in der langsamen Einleitung zwischen Dur und Moll durch die Kunst des Chromatischen Vorhaltes. Italienische Zeitgenossen Mozarts sahen dies als Ansammlung von Regelverstößen gegen den „reinen Satz“. Sie glaubten sogar an Fehler beim Setzten der Noten, so ungewöhnlich war die Tonabfolge zur damaligen Zeit.

Mit Ravels einziger Sonate für Violine und Violoncello war ihm kein allgemeiner Ruhm vergönnt. Bei der Uraufführung 1922 kämpften sich die Solisten durch das Stück, das Ravel selbst als „Wendepunkt“ seines Schaffens bezeichnete. Tatsächlich bekamen die Zuhörer entgegen jeder Erwartung kein Vitruosenduo, sondern eine anspruchsvolle Sonate mit radikalen Linearitäten der Stimmführung und oft sehr dissonanter Wirkung zu hören.

Das Streichsextett op. 4 „Verklärte Nacht“ von Arnold Schönberg wurde bei der Uraufführung 1902 in Wien, wie Schönberg selbst sagte “ausgezischt“ und es wurde „Unruhe verursacht“ sowie „Faustkämpfe“ durchgeführt. Ursache hierfür war ein musikalischer Schlusspunkt zum 19. Jahrhundert und eine Vorahnung auf neue Klänge im neuen 20. Jahrhundert. Schönberg bezeichnete sein Sextett als kammermusikalischen Beitrag zur „Sinfonischen Dichtung“ inspiriert von der Literatur des “Fin de siècle” Ende des 19. Jahrhunderts die vorrangingen Vertreter der Lyrischen Dichtung im Zeitgeist zum Beispiel Hugo von Hofmannsthal oder auch Richard Dehmel. Nach dem Tod von Brahms jedoch folgten viele Musiker Richard Strauss und komponierten Programmmusik. Dies erklärt den Ursprung der ‘Verklärten Nacht’: sie ist Programmusik, die das Gedicht von Richard Dehmel schildert und zum Ausdruck bringt.

Prof. Lena Neudauer
Violine

Michael Nodel
Violine

Jacob Ormaza
Violine

Ye Seul Seo
Viola

Kangryun Nam
Viola

Prof. Julian Steckel
Violoncello

Yuya Okamato
Violoncello

Karten:
€ 24,00 bis € 42,00
zuzügl. EUR 1,50 Systemgebühr pro Ticket
Schüler und Studenten 50% Ermäßigung

Kostenlose Tickethotline:
Tel. 0800 - 545 44 55  |  Fax. 0800 - 545 44 44
Mo - Do: 9:00 - 17:00 Uhr  |  Fr: 9:00 - 15:00 Uhr 

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