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Tastenwind

So, 22.10.2017
Allerheiligen-Hofkirche der Residenz München, 11:00 Uhr

Lukas Maria Kuen Klavier
Andrea Lieberknecht Flöte
Dag Jensen
Fagott

und Meisterschüler der Hochschule für Musik & Theater München

György Ligeti (1923-2006)
6 Bagatellen für Bläserquintett
Wolfgang A. Mozart (1756-1791)
Quintett für Klavier und Bläser Es-Dur KV 452
Günter Raphael (1903-1960)
Quartett für 4 Holzbläser op. 61 (1945)
Ludwig Thuille (1861-1907)
Sextett für Klavier und Bläser B-Dur op. 6

 

György Ligeti konnte auf seiner Flucht von Ungarn nach Wien 1956 nur wenige Kompositionen retten. Darunter befanden sich jedoch die 6 Bagatellen für Bläserquintett. Diese sind eine Bearbeitung von sechs Sätzen der elfsätzigen ‚Musica ricercata’ für Klavier, entstanden in den Jahren 1951-53. Die Grundidee des Werkes ist, bei jedem Satz einen weiteren Ton der chromatischen Tonleiter hinzuzufügen, bis im elften Stück (in den Bagatellen nicht enthalten) alle 12 Halbtöne vereint sind.

In einer der produktivsten Phasen seines Lebens komponierte W.A. Mozart im März 1784 das Es-Dur-Quintett, KV 452. Er brachte es im Rahmen seiner großen Akademie im Burgtheater der damaligen Wiener Hofoper am 01.April 1784 zur Uraufführung.  Im Nachgang an das Konzert schreibt W.A. Mozart seinem Vater Leopold: Das Quintett „welches ausserordentlichen beyfall erhalten … Ich selbst halte es für das beste was ich noch in meinem Leben geschrieben habe.“

Günter Raphael wurde 1903 in Bernin geboren und komponierte bereits mit 10 Jahren ein erstes kurzes Werk für Klavier. 1925 wurde er bei Arnold Mendelssohn in Darmstadt Schüler. 1934 stuften die Nationalsozialisten Ihn im Sprachgebrauch als „Halbjuden“ ein und erteilten ihm ein Berufs- und Aufführungsverbot. In diesem Jahr erkrankte er an einer schweren Tuberkulose, von welcher er sich bis zu seinem Tod nicht mehr erholen sollte. Trotz Krankheit, Arbeitsverboten und Bedrohung durch Verfolgung in der NS Zeit blieb er auch während der NS Diktatur in Deutschland. Nach dem 2. Weltkrieg nahm er Lehrtätigkeiten in Duisburg, Mainz und Köln auf. Das Angebot für die Stelle als Thomaskantor in Leipzig schlug er 1956 aus, da er hier seine künstlerische Freiheit gefährdet sah. 1960 starb Günter Raphael an den Folgen seiner jahrelangen Erkrankung auf einem Krankentransport.

Ludwig Thuille teilte zu Lebzeiten das Schicksal mit vielen Komponistenkollegen als „Kleinmeister“ eingestuft zu werden. Beinahe alle Werke von Ihm sind heute vergessen wie z. B. 78 Lieder, 4 große symphonische Werke sowie zahlreiche Kammermusik. Richard Strauß nannte Thuille seinen “liebsten, besten, schönsten, herrlichsten Ludwig” riet diesem jedoch 1885 vom Vorhaben ab, ein Sextett für Bläser und Klavier zu komponieren. Obwohl kurz verunsichert begann Thuille trotzdem 1886 die Komposition und bestritt die Uhraufführung des Sextetts für Klavier und Bläser B-Dur op. 6 1889 auf der Tonkünstlerversammlung des Allgemeinen Deutschen Musikvereins in Wiesbaden.

Lukas Maria Kuen
Klavier

Prof. Andrea Lieberknecht
Flöte

Prof. Dag Jensen
Fagott

Karten:
€ 24,00 bis € 42,00
zuzügl. EUR 1,50 Systemgebühr pro Ticket
Schüler und Studenten 50% Ermäßigung

Kostenlose Tickethotline:
Tel. 0800 - 545 44 55  |  Fax. 0800 - 545 44 44
Mo - Do: 9:00 - 17:00 Uhr  |  Fr: 9:00 - 15:00 Uhr 

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