Gedenkkonzert am 07. April 2010 in der Papstbasilika Santa Maria Maggiore in Rom am Jahrestag der Erdbebenkatastrophe von Onna
Hansjörg Albrecht Dirigent
„Onna - Ort des Mahnens und Gedenkens. Nach den dort verübten Greueltaten der Nazis im 2. Weltkrieg wurde dieses kleine Dorf in den italienischen Abruzzen im Jahre 2009 erneut durch das Schicksal hart getroffen. Naturkatastrophen brechen unvermittelt über uns Menschen herein - wir fragen uns in unserer Verzweiflung und Hilflosigkeit nach dem „warum“ und bekommen doch keine Antwort darauf. Was jedoch Trost geben, konkrete Hilfe besser mobilisieren, Zeichen der Freundschaft eindrücklich zeigen und Herzen der Menschen enger zusammenführen kann, ist Musik - himmlische Musik.”
Lenneke Ruiten Sopran
„Es freut mich sehr, dass unser Konzert für Onna so viel Erfolg hatte! Ich habe das Konzert sehr gerne mitgemacht, weil wir in solchen Fällen mit schöner Musik oft mehr Leute erreichen können, als wenn man nur redet. Das Konzert hatte eine sehr spezielle Atmosphäre mit viel Andacht."
Rebecca Martin Alt
„Natürlich ist es schwierig, nach einer solchen Naturkatastrophe einen angemessenen Ausdruck des Mitgefühls und der Unterstützung zu finden. Es war für mich eine Ehre, an dem Konzert teilzunehmen, das einen so schönen und großen Rahmen füllte und damit einen öffentlichen Ausdruck der Anerkennung des Verlustes der Opfer darstellte. Durch die Musik erfährt man ein kollektives Bewusstsein für das Leid, aber auch für die ewige Hoffnung.“
Julian Pregardien Tenor
„Man muss kein gläubiger Mensch sein, um das schreiende und flehende ‚Qui tollis peccata mundi’ aus Mozarts c-Moll-Messe in Verbindung zu setzen mit dem großen Unglück, das den Menschen in Onna widerfahren ist. Das überirdisch schöne und Trost spendende ‚Et incarnatus est’ lässt einen sensiblen Zuhörer jedoch unweigerlich erleben, was hinter solcher Musik steckt - oder besser: über Musik steht... Das erlebte Konzert hat sich sowohl emotional, als auch in goldgerahmten Bildern in mein Gedächtnis eingeprägt und ich bin froh, einen bescheidenen Beitrag dazu geleistet zu haben.”
Jochen Kupfer Baß
„Hält uns derzeit die verheerende Erdbeben- und Tsunami- Katastrophe in Japan in Atem, so ist es gerade mal zwei Jahre her, dass in Europa, gar nicht so weit von uns, ein Erdbeben ein ganzes Bergdorf in den Abruzzen in Schutt und Asche gelegt hat. Leider ereignen sich immer wieder und immer häufiger Katastrophen, bei denen Menschen getötet werden, Existenzen bedroht und zerstört werden. Rückte der Ort auch für kurze Zeit stark in das mediale Bewusstsein, so sind doch die Einzelschicksale der Menschen und die Folgen solcher Naturkatastrophen zu schnell wieder vergessen. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich in Rom die Gelegenheit hatte, meinen bescheidenen Beitrag zur Hilfe für Onna und seine Bewohner zu leisten. Was ich am besten kann, meine persönlichste Gabe, ist mein Gesang. Diesen in einen guten Dienst zu stellen und in der Musik von Wolfgang Amadeus Mozart unser Mitgefühl, unsere Zuversicht auszudrücken und die konkreten materiellen Hilfen zu unterstützen, war mir Herzensangelegenheit.“
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