
Mit Saiteninstrumenten
So, 17. Mai 2009
Carl-Orff-Saal im Gasteig München, 20 Uhr
En Chordais
Kyriakos Petras Violine
Kyriakos Kalaitzidis Oud und Künstlerische Leitung
Alkis Zopoglou Qanun
Vassilis Tzortzinis Kontrabass
Petros Papageorgiou Percussion
Drossos Koutsokostas Gesang
Prince Demetrios Cantemir (1673 - 1723)
Buselik Pesref
Traditionelles Lied aus dem Codex 1203 des Heiligen Klosters Iviron-Berg Athos
T’ aidonia tis Anatolis (Nachtigall des Ostens)
Zakharia Khanendeh (1680 - 1750)
Huseyni Ayir Semai
Kemani Tatyos Eksertzian (1858 - 1913)
Cektim Elimi, Huseyni Sarki
Petros Peloponnisios (1740-1778)
Ti sklirotis einai phos mou (Wie barsch Du bist, mein Liebling)
Kratima, Echos D legetos
Immigrationslied aus Kleinasien (19. Jhd.)
San pas sta xena (Wenn Du in fremde Länder aufbrichst)
Lied aus Kleinasien (19. Jhd./frühes 20. Jhd.)
Mparmpa Giannakakis
Lied aus Konstantinopel (19. Jhd.)
Karotseris
PAUSE
Alkis Zopoglou
Nikhta (Nacht)
Kyriakos Kalaitzidis
Exoria (Exil)
Zeimpekiko of Exoria (Zeimpekiko des Exils)
Syrto Neas Yorkis (New York Syrto)
Xehasmeno Hassapiko (Vergessenes Hassapiko)
Lied aus Konstantinopel (19. Jhd./frühes 20. Jhd.)
Sousta Politiki (Sousta aus Istanbul)
Lieder aus Thrakien
Stis Salinikis to tsarsi (Auf dem Markt von Thessaloniki)
Sygathistos Lied aus Konstantinopel (19. Jhd./frühes 20. Jhd.)
Se kainourgia varka mbika (Ich habe ein neues Boot)
Vasilis Tzortzinis (*1964)
Ariadne
Zeitgenössische Musikkreationen –
Eklektische Verwandtschaften... von der Klassik zur Moderne
Traditionelle Musik in Griechenland hat viele junge Musiker inspiriert und beeinflusst.
Instrumente, Rhythmen und musikalische Phrasen, die einem Äonen alten kulturellen Erbe entspringen, erwachen wieder zu Leben in zeitgenössischen Musikkreationen und verschmelzen mit modernen musikalischen Trends. Das künstlerische Produkt dieser kreativen Verbindung ist die Weiterentwicklung mediterraner Musiktraditionen, die heute mit der Musik der restlichen Welt zusammentreffen.
Insbesondere seit Ende der 80er Jahre, der Zeit des Revivals traditioneller Musik in Griechenland, ist eine neue Generation von Musikern in Erscheinung getreten, die ein solides Wissen der kirchlichen und weltlichen Kunstmusik und der traditionellen Musik hat und gleichzeitig offen ist für zeitgenössische Einflüsse. Diese dynamische Bewegung hat sich zum Ziel gesetzt, die Bewahrung des musikalischen Erbes mit dem anhaltenden Bedürfnis nach zeitgemäßer Auseinandersetzung mit Traditionen zu versöhnen.
Der historischen Entwicklung der Musik folgend besteht das Programm von En Chordais aus Kunstmusik des Ostens (Komponisten griechischer Herkunft des 18. Jahrhunderts), regionalen traditionellen Liedern (Thrakien, Makedonien, Äolische Küste) und modernen Kompositionen von Kyriakos Kalaitzidis und anderen Mitgliedern des Ensembles. U.a. Orientalischer Walzer, Exil, Syrto aus New York, Fracht oder Wellen sind Titel dieser Kompositionen und stehen für den Anspruch, einen musikalischen Dialog zwischen Ost und West, Klassik und Moderne, alt und neu zu kreieren.
Das Konzert von En Chordais ist ein Mosaik aus künstlerischen Kompositionen, traditionellen musikalischen Elementen und zeitgenössischen Musikstücken, die alle die musikalische Beziehung der griechischen Musik zu einer breit gefächerten mediterranen Musikkultur offenbaren. Letztere zeichnet sich durch ihre gebräuchliche musikalische Sprache, ihre nationale Ähnlichkeit und diachronischen Elemente aus, welche bis heute Bestand haben und zeitgenössische Künstler und ihre Arbeit beeinflussen.
Musik des Ostens – Große mediterrane Komponisten
Vom 18. bis zum 20. Jahrhundert waren viele bedeutende Komponisten im Nahen Osten und im südlichen Mittelmeerraum kreativ tätig. Einige davon sind von unstreitbar künstlerischem Wert und, was noch wichtiger ist, sie sind wichtige Vertreter nationaler Traditionen. Gleichzeitig schafft es die hohe Qualität ihrer Werke nicht nur, jede nur mögliche Grenze zu überwinden, sondern stellt auch einen Sammelpunkt und einen Referenzposten für alle Länder des Mittelmeerraums
dar. In diesem Konzert wird eine Auswahl postbyzantinischer säkularer und kirchlicher Werke zu hören sein, gemeinsam mit traditionellen Liedern derselben Periode.
Griechische musikalische Idiome
In Griechenland, auf dem Festland, an der Küste, in den Bergen und auf den Inseln, genauso wie in den Gemeinden, die von Kleinasien kamen, ist eine reiche musikalische Tradition erhalten geblieben, geprägt durch Lieder und Melodien, die den beliebten, anonymen Barden zu verdanken ist. Diese Tradition zeichnet sich durch eine große Diversität aus und unterscheidet sich stark je nach Region, Instrument, Rythmus und Thema. Trotzdem wird sie durch ein Reihe gewöhnlicher musikalischer und stilistischer Eigenschaften verbunden, die sie zu einem Teil dessen machen, was von Wissenschaftlern als »volkstümliche musikalische Tradition« bezeichnet wird.
Im heutigen Konzert vermischen sich Lieder und Melodien aus Thrakien, Konstantinopel und von der Ionischen Küste. Es entsteht eine einzigartige musikalische Mischung, die langsame und exotische Melodien des Ostens mit den rauschenden Rhythmen von Thrakien, der Poesie des Wortes und der Intensität der instrumentalen Interpretation kombiniert – die Lebensfreude im Abglanz des Todes.
Karten:
€ 20,00 bis € 36,00
zuzügl. EUR 1,50 Systemgebühr pro Ticket
Schüler und Studenten 50% Ermäßigung
Kostenlose Tickethotline:
Tel. 0800 - 545 44 55 | Fax. 0800 - 545 44 44
Mo - Do: 9:00 - 17:00 Uhr | Fr: 9:00 - 15:00 Uhr
Förderer
